Verbindung zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt

Verbindung zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt

Ein wesentliches und sehr bedeutsames Thema, das uns die heiligen Bücher vorstellen, ist die Verbindung zwischen den beiden Leben. Beide Leben stehen in Verbindung zueinander. In der jenseitigen Welt erntet man die Früchte der eigenen Taten der diesseitigen Welt. Reiner, aufrichtiger, wahrer Glaube und eine realistische Weltsicht, Bewußtsein von moralischen Werten und Befreiung von Üblem, wie Eifersucht, Täuschung, Betrügerei, Haß und übler Nachrede, sowie gute Taten, wie Gnadenerweise und Opferbereitschaft, deren Ergebnis die Vervollkommnung der Gesellschaft und der Menschheit sind, bringen uns zu ewiger Glückseligkeit. Dagegen sorgen Unglauben, Irrglaube, unmoralische Lebensführung, Egoismus, Selbstsucht, Einbildung, Ausübung von Unterdrückung und Ungerechtigkeit, Heuchelei, Wucher, Lüge, Fluch, Betrug, Verleumdung, Verbreitung von Gerüchten, Verführung und Verweigerung von Gebet und Gottesdienst für ein sehr düsteres, kummervolles, unglückliches Leben im Jenseits. Der Prophet (s.a.s.) sagt in einem Zitat interessanterweise: "Diese Welt ist ein Acker für die andere Welt"; (das heißt: Wie du hier säst, so wirst du dort ernten), die Qualität deiner Ernte hängt davon ab, was du hier säst. Es ist unmöglich Gerste zu säen und davon Weizen zu ernten, von Dornsträuchern Blumen zu pflücken oder von Colozynther Datteln. Genauso werden uns böse Gedanken, schlechtes Benehmen und Handeln in dieser Welt keinen Nutzen in der anderen Welt bringen.

Manifestierung und Unvergänglichkeit der Handlungen und Errungenschaften des Menschen

Nach dem, was die Verse des Heiligen Qur’ans und Botschaften und Berichte der religiösen Autoritäten uns mitteilen, ist der Mensch ewig, und alle unsere Taten werden irgendwie aufgezeichnet und für immer festgehalten. Am Jüngsten Tag manifestieren und illustrieren sich dann unsere Handlungen aus der Vergangenheit. Tugendhafte Handlungen und Errungenschaften manifestieren sich in schöner, attraktiver, gefälliger Gestalt und werden zum Quell von Freude und Glück, während hingegen böses Tun sich in häßlicher, ekelerregender, abscheulicher, Schrecken einflößender, bösartiger Gestalt zeigt und zu einer Quelle von Qual, Marter und Leid wird. Hier genügen drei Verse des Heiligen Qur’an und eine Überlieferung zur Illustration dieser Vorgänge.

"Am Tag, da jeder vor sich versammelt finden wird, was er an Gutem getan hat, oder an Bösem: Wünschen wird er, daß ein großer Abstand wäre zwischen ihm und jenem" (Heiliger Qur’an 3:30).

Dieser Vers vergegenwärtigt uns die Situation des Menschen, der seine guten Taten als wünschenswert und Wohlgefallen erzeugend erkennen wird, und seine bösen Taten werden in schrecklicher und häßlicher Gestalt vor ihm erscheinen. Er wünscht sich, diesen entfliehen zu können, aber das wird nicht möglich sein; in der jenseitigen Welt werden seine Taten, in manifestierter Gestalt präsentiert, ein von ihm untrennbarer Teil sein.

" Und sie werden alles vorfinden, was sie getan haben". (Heiliger Qur’an 18:49)

Generell meint dieser Vers dasselbe wie der vorhergehende.

"Am jenem Tag werden die Menschen in zerstreuten Gruppen hervorkommen, damit ihnen ihre Werke gezeigt werden. Wenn dann einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Gutem getan hat, wird er es zu sehen bekommen. Und wenn einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Bösem getan hat, wird er es zu sehen bekommen". (Heiliger Qur’an 99:6-8)

Der Mensch ist ewig. Seine Handlungen und Errungenschaften bleiben ebenso ewig erhalten. Mit anderen Worten: Der Mensch lebt ewig mit seinen Handlungen und dem moralischen Verhalten, das er in dieser Welt an den Tag gelegt hat. Sie werden die ewigen guten oder schlechten Reserven und wohlgesinnten oder bösartigen Gesellen eines jeden in der Ewigkeit sein. In einem Bericht, der uns überliefert ist, wird erzählt, wie einer Gruppe von auswärtigen Muslimen die Ehre zuteil wurde, den Propheten Gottes (s.a.s.) zu treffen. Sie baten ihn um ein paar Ratschläge. Da äußerte der heilige Prophet einige Tatsachen, von denen eine folgendermaßen lautete: "Da eure hiesigen Handlungen und euer Benehmen eure jenseitigen lebendigen Freunde und Gesellen sein werden, versucht, euch gute auszusuchen für die andere Welt". Jemand, der an ein ewiges Leben glaubt, überlegt bei jedem seiner Gedanken, bei jedem Schritt, in seinem Verhalten, seinen Handlungen und seinem Benehmen, weil er weiß, daß jedes davon fortbestehen wird und im voraus in die andere Welt gesandt wird zur Aufbewahrung seines Lebenswandels hier.

Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen dem Leben in dieser und dem in der anderen Welt

Wenn man über die Übereinstimmungen zwischen dem gegenwärtigen Leben und dem kommenden nachdenkt, beobachtet man, daß beide Leben wahr und wirklich sind. Man ist seiner selbst so wie all dessen, was zu einem gehört, bewußt und empfindet Freude und Leid, Glück und Kummer, Seligkeit und Feindseligkeit. Sowohl menschliche als auch tierische Instinktorientierung existieren in beiden Leben. Man lebt mit vollständigen Organen und Gliedern, es gibt Räume und Körper.

Es gibt jedoch mehrere grundlegende Unterschiede, wie folgendes zeigt: Im Gegensatz zur anderen finden sich in dieser Welt Reproduktion, Geburt, Kindheit, Jugend, Alter und Tod. In dieser Welt muß man arbeiten, Saat ausstreuen, den Boden bestellen. Dort aber erntet man und profitiert von den Anstrengungen, die man in dieser Welt unternommen hat. Diese Welt ist ein Ort der Arbeit und Aktivität, dort ist der Ort der Erträge und Beurteilungen. Hier läßt sich der Lebenslauf beeinflussen durch entsprechende Veränderungen in unserem Handeln und Tun. Hier sind Leben und Tod vereint. Jedes lebende Geschöpf ist verknüpft mit lebloser Substanz. Außerdem bewegt sich alles Lebende auf den Tod zu, wohingegen die leblose Substanz unter entsprechenden Bedingungen Leben hervorbringen kann. Im Gegensatz hierzu herrscht dort allein das Leben. Substanz und Gegenstand, Himmel und Erde, Gärten und Früchte, alles ist Manifestationen der Taten der Menschen im Leben. Selbst Feuer und Marter besitzen dort Bewußtsein. In dieser Welt dominieren spezifische chronologische Umstände, Ursache und Wirkung. Auch dort gibt es Bewegung und Entwicklung; aber es existieren nur der göttliche Wille und das göttliche Reich. Bewußtsein, Erkenntnis und besonders Sehen, Hören und Empfinden sind wesentlich stärker entwickelt, anders gesagt, alle Vorhänge und die Sicht verdeckende Gitter sind entfernt, und man erkennt, wie es der Heilige Qur’an mitteilt, mit einem durchdringendem Blick die Tatsachen:

"Wir haben deinen Schleier von dir genommen, so daß dein Blick heute scharf ist." (Heiliger Qur’an 50:22)

Wir erleben im Diesseits Niedergeschlagenheit, Langeweile, Hoffnungslosigkeit wegen seiner Eintönigkeit. Immer läuft man umher, sucht nach etwas. Hat man das gefunden, wonach man geschaut hat, so freut man sich; aber nach einer Weile merkt man, daß "das" nicht das war, wonach man gesucht hat. So wird man rastlos, unzufrieden und sucht immer weiter nach anderem. Deshalb kommt es, daß wir immer hinter dem her sind, was uns fehlt, und unzufrieden sind mit dem, was wir besitzen. Im Jenseits ist man mit seiner innersten Natur und Sehnsucht vereint, dem ewigen Leben in der Nähe unseres Herrn und Schöpfers; da wird man nie unzufrieden, rastlos und besorgt. Der Heilige Qur’an sagt hierzu:

"Darin (in den Gärten des Paradieses) werden sie weilen immerdar, ohne den Wunsch zum Wechsel zu haben". (Heiliger Qur’an 18:108).

Weil ihnen nach Gottes Willen alles zukommt, was auch immer sie Wünschen mögen, werden sie nie durch Mängel verwirrt und abgelenkt.

Argumente und Beweise für die andere Welt im Heiligen Qur’an

Da unser Glaube an die Auferstehung von unserem Glauben an den Heiligen Qur’an und die Überlieferungen des Propheten (s.a.s.) stammt, scheint es unnötig, irgendwelche Beweise oder wissenschaftliche Anzeichen und Hinweise für die Auferstehung anzubringen. Um uns die Sache leicht zu machen, erwähnt der Heilige Qur’an eine Reihe von Indizien, die uns direkt auf die Auferstehung hinweisen. Diese Indizien wollen wir kurz darstellen.

Die Argumentation des Heiligen Qur’an besteht in einer Reihe von Antworten für die, die an die Auferstehung nicht glauben. Einige dieser Antworten sprechen die an, die es für unmöglich halten, daß der Jüngste Tag eintritt, und offenbaren, daß es kein Argument dagegen gibt. Andere Verse gehen weiter und stellen fest, daß es, wenn man ähnliche Vorfälle in dieser Welt und der anderen in Betracht zieht, grundlos wird, den Tag des Jüngsten Gerichts als unmöglich abzulehnen. Wieder andere Verse gehen noch weiter und erläutern die Auferstehung als wesentliches, nicht zu unterschätzendes, endgültiges Resultat der weisen Schöpfung des Universums. Es gibt also drei Gruppen von Versen, die allesamt die Verdeutlichung der Auferstehung im Auge haben. Im folgenden werden sie vorgestellt.

"Er prägt für uns (die wir nicht unsergleichen haben) ein Gleichnis (als ob über uns etwas Typisches festgestellt werden könnte) und vergißt (dabei), daß er (selber) geschaffen ist. Er sagt: "Wer wird Knochen (wieder) lebendig machen, nachdem sie (bereits) morsch geworden sind"?" (Heilier Qur’an 36:78).

"Sag: Der wird sie (wieder) lebendig machen, der sie erstmals hat entstehen lassen und der über alles, was mit Schöpfung zu tun hat, Bescheid weiß" (Heiliger Qur’an 36:79).

Dieser Vers gibt dem Ungläubigen eine Antwort, der den verrotteten, morschen Knochen in der Hand hielt. Während er ihn mit den Fingern rieb, zerstäubte das Knochenpulver in der Luft. Da sagte er: "Wer kann diese zerstäubten Körnchen wieder zu Leben erwecken?" Der Heilige Qur’an antwortet ihm, derjenige, der sie am Anfang erschaffen hat, vermöchte das zu tun. Der Mensch klassifiziert gern Angelegenheiten in unmögliche und mögliche und geht dabei immer auf seine eigenen Fähigkeiten und seine Kraft zurück. Dinge, die über unserem Macht- und Vorstellungsbereich liegen, halten wir für unmöglich. Der Heilige Qur’an stellt dazu fest, betrachteten wir unsere Kräfte, so erscheine uns die Auferstehung sicherlich unmöglich, aber sie kann stattfinden in Anbetracht der Macht, die ursprünglich Leben aus leblosem Stoff geschaffen hat. Im Heiligen Qur’an finden sich viele Verse, die die in Gottes Macht stehende Auferstehung zum Thema haben. Sie erläutern deren Unvermeidlichkeit in Anbetracht dessen, daß ein gerechter und weiser Gott den Jüngsten Tag fordern muß. Wie das Wunder der Schöpfung von Leben, das diesem Dekret folgte und in der Wiederbelebung am Tag des Gerichts folgen. Diese Gruppe von Versen des Heiligen Qur’an bietet uns Beispiele und besteht aus zwei Teilgruppen:

Aus den Versen, die spezielle Vorkommnisse zur Sprache bringen, bei denen die Toten auferweckt worden sind. So redet Abraham (a.s.) zu Gott und bittet ihn, ihm doch das Geheimnis der Auferstehung zu enthüllen. Als Antwort folgt die Frage, ob er denn an sie glaube. Er gibt eine bejahende Antwort und erklärt, die Frage habe nur den Zweck einer Rückversicherung gehabt. Dann befiehlt ihm der Herr, vier Vögel zu erjagen, ihnen die Köpfe abzuschneiden, sie zu zerlegen und jedes Stück auf einen anderen Berggipfel zu bringen und dort abzulegen. Würde er die Vögel dann rufen, so würden sie, zum Leben wiedererweckt, Gottes Befehl gehorchend, auf ihn zufliegen.

Aus den Versen, die sich nicht auf außergewöhnliche übernatürliche Ereignisse wie die Geschichte von Abraham beziehen, vielmehr auf die gegenwärtige, von jedem wahrnehmbare Ordnung, innerhalb derer im Herbst und Winter Erde und Pflanzen sterben und im Frühling zu neuem Leben erwachen. Sie weisen dann darauf hin, daß immer wieder zu beobachten sei, wie die Natur stirbt und schwach wird nach einer Zeit voll Leben und Energie. Mit dem Wechsel der Jahreszeit verändern sich die Bedingungen, und Erde, Bäume und Blumen beginnen wieder ein neues Leben. Dieser Prozeß ereigne sich im gesamten Universum. Es werde ausgetilgt, erkalte und vertrocknet. Sonne, Mond und Sterne lösten sich auf und fielen auseinander. Das ganze Universum würde leblos. Aber dieser Zustand des Todes sei ein vorübergehender. Alles Sein würde zu neuem Leben unter neuen Bedingungen und in einer neuen Situation erwachen.

Um diesen Sachverhalt klarer zu machen: Wir menschliche Wesen leben auf der Erde, die im Lauf von 365 Tagen eine Periode von Leben und Sterben durchmacht. Da wir fünfzig oder sechzig oder vielleicht sogar hundert und mehr Jahre leben können, können wir diese Erfahrung von Leben und Sterben zahllose Male machen, ohne weiter über Tod und Wiedergeburt der Erde in Verwunderung zu geraten. Gesetzt den Fall, wir lebten - wie einige Insektenarten - nur ein paar Monate, und wir seien unintelligent, so würden wir, der Erdgeschichte und ihrer Jahreszyklen unbewußt, auch Tod und Wiedergeburt der Erde nicht beobachten und konsequenterweise an diesen Prozeß nicht glauben. Ein Moskito, der im Frühling zum Leben erwacht und im Herbst oder Winter stirbt, kann sich definitiv die Wiedergeburt eines Gartens nicht vorstellen. Kann ein Wurm oder ein Moskito, dessen Leben auf einen Baum oder einen Garten beschränkt ist, sich vorstellen, daß seine Heimat ein untergeordneter Teil eines größeren Systems, Bauernhof genannt, ist, von dem sein Leben abhängig ist? Daß die Provinz selbst ein Teil des Landes ist, das seinerseits Teil der Gesamtordnung der Erde ist, die ihrerseits wiederum einen Teil des Sonnensystems bilden?

Was wissen wir? Alle unsere Sonnensysteme, die Sterne, Sternbilder, alles, von dem wir wissen, daß es den Naturgesetzen gehorcht, können einem übergeordneten System untergeordnet sein. Die Entwicklung der Natur über Millionen und Billionen Jahre hinweg kann Teil eines Tages oder einer Jahreszeit innerhalb eines größeren Systems sein. Dieser Zeitabschnitt, den unser Leben einnimmt, kann in eine Periode der Auslöschung und Verwandlung münden. Jenes übergeordnete System, das unser Sonnensystem, die Sterne und Himmelskörper allesamt einschließt, kann ein neues Leben in veränderter Gestalt beginnen.

Alle Propheten (a.s.) haben uns mit Hilfe von Gottes Offenbarungen über die Zerstörung und Auslöschung des Universums und über das neue Leben und die Auferstehung von den Toten innerhalb einer neuen Ordnung in Kenntnis gesetzt. Wir beobachten, daß ihre Botschaften verschiedenen Prüfungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin standhalten und glauben daher an das, was sie sagen, auch an jene Wahrheiten von der Wiedergeburt des ganzen Universums nach einem Zeitabschnitt des Ausgelöschtseins.

Der Heilige Qur’an macht uns auf die Ordnung von Tod und Leben auf der Erde aufmerksam, die als winziges Beispiel für ein größeres Leben steht, so daß wir keinerlei Zweifel mehr an der Auferstehung, die Teil der ganzen Schöpfungsordnung ist, haben können. Im Heiligen Qur’an heißt Auferstehung Wiedergeburt, die sich in kleineren Beispielen bereits auf der Erde beobachten läßt.

Der Prophet (s.a.s.) erklärte:

"Immer, wenn du den Frühling betrachtest, denke an die Auferstehung."

Der Frühling steht also sozusagen beispielhaft für die Auferstehung. In einem seiner Gedichte bezieht sich der persische Dichter Maulawi hierauf:

Der Frühling, der dem Herbste folgt,
weist auf die Auferstehung hin,
die Feuer, Wasser, Sonne, Wind und Wolk',
erfassen wird. Und wunderbar
stell'n die Geheimnisse sich offen dar.

So seht, wie die Natur uns zeigt,
wie, was die Erde einst verschlang,
aus ihrem Munde ausgespien wird.
All unser Denken, Glauben - kurz.
Jedes Geheimnis wird von Gott enthüllt.

So säe gute Saat,
denn sie wird fruchtbar sein.
Von demselben Verständnis zeugt eines seiner Gedichte aus der Sammlung 'Diwan-e-Schams':
Bewunderst du der Sonne Untergang,
bedenke: Sie wird wieder aufersteh'n.
Wie könnte denn für Sonn' und Mond
ihr Untergehen schadenbringend sein?
Die Saat, die in die Erde fällt,
sie wächst - und dennoch hegst du Zweifel, blickst
du die Saat der Menschenwesen an?
Der Heilige Qur’an birgt viele Verse, die von der wahrnehmbaren existierenden Aufeinanderfolge von Tod und Wiedergeburt handeln.

"Und Gott ist es, der die Winde geschickt hat, worauf sie Gewölk aufbrachten. Wir trieben es dann einem ausgedorrten Land zu und belebten dadurch die Erde (wieder), nachdem sie tot war. So vollzieht sich (dereinst auch) die Auferstehung (von den Toten)" (Heiliger Qur’an 35:9).

"Und du siehst, daß die Erde erstarrt ist (und kein Leben mehr zeigt). Wenn wir dann Wasser (vom Himmel) auf sie herabkommen lassen, gerät sie (mit ihrer Vegetation) in Bewegung, treibt und läßt allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und Früchten) wachsen. Dies (geschieht) deshalb, weil Gott wahrhaftig ist, die Toten (wieder) zum Leben bringt und zu allem die Macht hat, und weil die Stunde des Gerichts - an ihr ist nicht zu zweifeln - kommen und Gott (alle), die in den Gräbern sind, auferwecken wird" (Heiliger Qur’an 22:5-7).

Es gibt viele derartige Verse, die die Auferstehung als Teil des Systems von Tod und Leben in der Welt darstellen, wofür es kleine Beispiele auf der Erde zu beobachten gibt. Die obigen Verse mögen uns jedoch genügen. Der Unterschied zwischen den Versen dieser und denen der ersten Gruppe besteht darin, daß diese Verse sich nicht allein auf Gottes Macht stützen, sondern zusätzlich Beispiele für Gottes Macht in der Natur aufzeigen, wo sie sich in der wahrnehmbaren Welt manifestiert hat und dort ganz genauso agiert. Die dritte Gruppe von Versen betrachtet die Auferstehung als etwas Wesentliches und Definitives, und sie erklären im Hinblick auf Gottes göttliches Wesen ihr Nichtstattfinden für unmöglich. Das kommt auf zwei Weisen zum Ausdruck: Die erste begründet sich aus Gottes Gerechtigkeit, also: Gott verleiht jedem Geschöpf das, was es verdient und wert ist. Die zweite basiert auf Gottes Weisheit: Gott hat mit allen Geschöpfen ein bestimmtes Ziel und einen bestimmten Zweck im Auge gehabt. Die göttliche Weisheit fordert das Fortschreiben alles Lebendigen hin auf ein gewünschtes Ziel, eine gewünschte Erfüllung.

Der Heilige Qur’an sagt: Gäbe es keine Auferstehung, kein ewiges Leben, keine ewige Seligkeit, nicht Lohn und nicht Strafe, so wäre das ungerecht und grausam von Gott, und Grausamkeit ist kein Charakteristikum Gottes. Außerdem, wenn es kein ewiges Leben oder kein bestimmtes, ewig währendes Ende gäbe, wäre die Schöpfung sinnlos und umsonst, das wiederum widerspricht Gottes Wesen. Mit Bezug auf Gottes Gerechtigkeit und Weisheit stellen viele Verse die Notwendigkeit und Unvermeidbarkeit der Existenz eines ewigen Lebens und einer Rückkehr zu Gott heraus. Wir wollen hier zwei Beispiele aus dem Heiligen Qur’an anführen, die Gottes Weisheit und Gerechtigkeit betonen: In der 38. Sure kommt zum Ausdruck, daß diejenigen, die vom Pfade Gottes abirren und den Tag der Abrechnung in Vergessenheit geraten lassen, schwer bestraft und gefoltert werden. In den Versen 27 und 28 derselben Sure geht der Heilige Qur’an dann auf den Tag der Auferstehung ein:

"Und wir haben den Himmel und Erde und (alles), was dazwischen ist, nicht umsonst geschaffen. Das meinen (nur) diejenigen, die ungläubig sind. Wehe denen, die ungläubig sind: Sie werden in das Höllenfeuer kommen! Oder sollen wir (etwa) diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, denen gleichsetzen, die (überall) auf der Erde Unheil anrichten, oder die Gottesfürchtigen denen, die ein sündhaftes Leben führen?"

Auf Gottes Weisheit und seine weise Schöpfung wird also im ersten, auf Gottes Gerechtigkeit und seine gerechte Schöpfung im zweiten Vers hingewiesen. Die Verse 21 und 22 der 45. Sure drücken aus:

"Oder meinen diejenigen, die schlechte Taten begehen, wir würden sie denen gleichsetzen, die glauben und tun, was recht ist, sowohl in ihrem Leben, als auch, nachdem sie gestorben sind? Wie schlecht urteilen die doch! Gott hat Himmel und Erde wirklich und wahrhaftig geschaffen. Und einem jeden soll (dereinst) für das vergolten werden, was er (in seinem Erdenleben) begangen hat. Und ihnen (d.h. den Menschen, die vor dem Gericht stehen) wird (dabei) nicht Unrecht getan."

Das Prinzip der Gerechtigkeit erscheint im ersten Vers, das der Weisheit im zweiten. In den Versen, die dann dem zweiten hier aufgeschriebenen folgen, werden zur Unterstreichung von Gottes Gerechtigkeit Ziel und letzter Zweck der Auferstehung am Jüngsten Tag dargestellt. Wir wollen nun klären, inwiefern Gottes Gerechtigkeit und Weisheit ein ewiges Leben erforderlich machen und inwiefern die Schöpfung des Universums und der Menschheit sich gegen seine Weisheit und Gerechtigkeit wenden würden, gäbe es kein ewiges Leben nach diesem vergänglichen, in dem dann mit unseren Taten abgerechnet würde.

Gottes Gerechtigkeit

Generell bedeutet Gerechtigkeit, demjenigen, der es verdient hat, ohne jegliche Diskriminierung sein Recht zukommen zu lassen. Ungerecht wäre, dem, der Recht verdient hat, dieses Recht vorzuenthalten. Diskriminierung, d.h. einigen Leuten ihr Recht zu gewähren und es anderen vorzuenthalten, ist ebenfalls ungerecht. Erteilt ein Lehrer seinem Schüler Noten, die unterhalb dessen liegen was er verdient hätte, so handelt er ungerecht. Genauso ungerecht ist es, einigen Noten zu geben, die ihren Leistungen entsprechen, und gleichzeitig andere schlechter zu benoten, als sie es verdient haben. In einer Hinsicht begleitet die Gerechtigkeit die Gleichheit, die zwischen den Menschen keine Unterschiede macht und nicht diskriminierend unter ihnen aussondert. Gerechtigkeit ist eine Notwendigkeit für die Gleichheit, d.h. für die Ausübung des Rechts für alle, entsprechend ihrer Verdienste und ohne jegliche Diskriminierung. Gleichheit bedeutet nicht: Jedem dieselbe Menge, dieselbe Anzahl. Wäre Gleichheit so, so wäre sie ungerecht und bedeutete Grausamkeit. Auch die Vorenthaltung jeglichen Lohns für die Verdienste der Menschen stellt eine Art Grausamkeit dar. Gottes Gerechtigkeit meint daher: Jeder hat andere Möglichkeiten; Gott belohnt seine Geschöpfe entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten mit seinem Segen.

Mangelt es einem Geschöpf an irgend etwas, so liegt das an seiner Unfähigkeit, bei gewissen Umständen zu handeln. Es wäre ungerecht, wenn einem Geschöpf, das nur gewisse Fähigkeiten besitzt, sein voller Lohn vorenthalten würde. Sie werden in Wirklichkeit aber entsprechend ihrer Eignung mit Gottes Gnade ausgezeichnet. Der Mensch besitzt unter allen Geschöpfen ihm eigene Fähigkeiten, Möglichkeiten und Wirkungskraft. Motivationsgrößen und Umstände, die uns an die Arbeit treiben und aktivieren, sind nicht wie bei den Tieren begrenzt. Im Gegensatz zu den Tieren, die ja nur im Besitz von Instinkten sind, die sie mit der Natur und materiellen Lebensinhalten verknüpfen, besitzt der Mensch Instinkte auf höherer Ebene, die über die Begrenztheit dieser Welt hinausgehen.

Das, was unsere Taten zur Wirkung bringt, sind unsere höchsten Motivationskräfte, die sich auf moralischer, wissenschaftlicher, religiöser und göttlicher Ebene befinden. Oft opfern wir unser natürliches, materielles und tierisches Leben höheren menschlichen Zielen. Wie der Heilige Qur’an erläutert, regelt der Mensch sein Verhalten und Benehmen auf der Grundlage von "frommen Taten und Glaube", die ihm die Sehnsucht nach ewigem Leben und Gottes Zufriedenheit verleihen. Beides prägt den Menschen: immense Denkfähigkeiten und die Sehnsucht nach der Ewigkeit sowie der Trieb, der ihn dorthin führt. All das offenbart eine Art Möglichkeit und Fähigkeit zum ewigen Leben, die der Mensch in sich birgt. Mit anderen Worten: Es offenbart die individuelle, immaterielle Qualität seines Geistes. Der Vergleich zwischen einem Menschen in dieser Welt und einem Fötus, der im Mutterleib mit Blut, Atem, Nerven, Sehen und Hören und seinem Genitalsystem versorgt wird, die alle mit seinem Leben nach der Geburt zu tun haben, nicht aber mit den Bedingungen im Mutterleib und mit der für ihn gegenwärtigen Zeit, den neun Monaten Lebens in ihm, ist hier nicht unpassend. Bringen Glaube und gute Taten auch innerhalb des Diesseits für einen Vorteile und Nutzen, so folgen diese doch nur in der Konsequenz. Gute Taten und Glaube sind eher wie eine Saat, die nur in einem glückerfüllten, ewigen Leben gedeiht und wächst, d.h. ihre volle Bedeutsamkeit entpuppt sich erst in Bezug auf ein ewiges Leben und in einem ewigen Leben.

Es ist nicht nur möglich, über der Natur zu schweben und nichtmaterielles Saatgut in einem auf Glauben und guten Taten basierenden System auszustreuen, man kann auch vom rechten Pfad abirren, und die Konsequenzen dafür finden sich dann ebenfalls jenseits von tierischer Begrenztheit und gewöhnlichen physischen Beziehungsgrößen. Dann spiritualisieren und verewigen sich unsere Taten eben auf einem irrigen Wege. Man verdient sich so ein ewiges Leben, das uns unglücklicherweise mit Todeskampf und Qual und Schmerz versieht. Religiös ausgedrückt: Man wird ins ewige Höllenfeuer geworfen. Irrt man vom Glauben und von dem Weg der guten Taten ab, so steigt man in Gefilde ab, die sogar unterhalb des tierischen Lebens liegen, und sinkt auf das tiefste Niveau. Wie der Heilige Qur’an es ausdrückt:

"Sie sind (ja) genauso (stumpfsinnig) wie Vieh. Nein, sie irren noch eher vom Weg ab (als man vom Vieh sagen kann)". (Heiliger Qur’an 25:44).

Diejenigen, die vom Glauben und von den guten Taten abfallen, und diejenigen, die davon abirren, sind Schülern vergleichbar, die im Gegensatz zu denen, die sorgfältig ihre Hausaufgaben erledigen, ihre Zeit mit Spielen vergeuden. Gäbe es kein ewiges Leben, das die erste Gruppe belohnte und die zweite bestrafte, so würde beiden der gerechte Lohn vorenthalten, und das wäre, wenn ein Lehrer seine Schüler nicht benoten würde. Um diesen Sachverhalt noch deutlicher zu machen, sagen wir: Gott hat die Menschen aufgefordert, gläubig und wohltätig zu sein. Eine Gruppe von Menschen bringt ihre Gedanken, Handlungen und ihr moralisches Verhalten mit ihrem Glauben in Übereinstimmung, weil sie diesen Auftrag annimmt. Andere, die ihn zurückweisen, folgen Untat und Verderbnis. In der Ordnung dieser Welt beobachten wir, daß sie nicht immer den Wohltätigen und den Verderbten gerecht nachkommt. Manch einer stirbt, bevor er seinen verdienten Lohn erhalten hätte; daher muß ein anderer Ort existieren, an dem die Wohltätigen vollständig belohnt und die Übeltäter vollständig bestraft werden, sonst wäre es ungerecht von Gott.

Gottes Weisheit

Die Taten des Menschen unterteilen sich in zwei Gruppen. Die erste Gruppe wird von den Taten gebildet, die umsonst, sinnlos und nutzlos sind und zum Erlangen von Vollkommenheit innerhalb unserer Kapazität keine Hilfe sind. Sie bringen uns, anders ausgedrückt, keine wahre Glückseligkeit. Die zweite Gruppe besteht aus weisen, vernünftigen, geistvollen Taten, die zu brauchbaren, vorteilhaften Ergebnissen führen und uns hin zur Vervollkommnung führen, die wir verdienen. So sind es die weisen Taten, die uns zu der Vollkommenheit bringen, die wir wert sind.

Die Frage stellt sich nun in Bezug auf Gottes weise Taten. Sind Gottes weise Taten ebenfalls dergestalt, daß sie ihn zu einer letzten Vollkommenheit bringen, und seine sinnlosen Taten, daß sie ihn nicht dorthin leiten? Die Antwort darauf muß negativ ausfallen, denn Gott genügt sich selbst. Alle Taten Gottes gehören der Weisheit, Großzügigkeit und Gnade. Er vollbringt seine Taten nicht, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, um sich zur Glückseligkeit und Vollkommenheit zu verhelfen, sondern, um seine Geschöpfe zu der Vollkommenheit zu, bringen, die ihnen gebührt. Schreibt man Gott unsinniges Handeln zu, so bedeutet das, daß er Geschöpfe erschafft, ohne sie zu der Vollkommenheit hinzuführen, die sie verdienen. Die Bedeutung der Weisheit Gottes unterscheidet sich aus diesem Grunde von der des Menschen. Unsere Weisheit bedeutet: dem richtigen Pfade folgen, hin zur menschlichen Vollkommenheit; Gottes Weisheit dagegen bedeutet: die Kreatur führen, hin zur verdienten Vollkommenheit. Anders ausgedrückt: Die Weisheit Gottes bedeutet Erschaffung der Dinge auf der Grundlage der Rechtleitung hin zu dem erwünschten Ziel und der gebührenden Vollkommenheit. Da Weisheit für den Menschen die Erfüllung seiner Aufgabe bedeutet und die Annäherung an seine eigene Vollkommenheit bedeutet, besteht keine Notwendigkeit einer Verknüpfung seiner Taten mit deren beabsichtigten Konsequenzen, d.h. es ist nicht notwendig, daß die Tat auch unbedingt in der Konsequenz münde, und daß diese Konsequenz als vollkommene Erfüllung der Aufgabe betrachtet werde. Die Konsequenz sollte notwendigerweise in der Vervollkommnung der Menschheit und dem Nutzen für sie resultieren. Ein Mensch stellt beispielsweise aus Ton, Holz, Metall, Tierhäuten, Wolle und Baumwolle Gegenstände her, die er weise nutzt. Er macht daraus Stühle, Häuser, Autos und Kleidung, die nicht die Vollkommenheit für das Holz, den Stein, den Beton, den Stahl oder die Metallteile sein müssen. Diese Materialien bewegen sich nicht auf diese Formen und Gestalten zu, aber sie bieten Vorteile für einen wie das Sitzen auf dem Stuhl, das Leben in einem Haus, das Chauffieren eines Autos und das Tragen von Kleidern. Das bedeutet für den Menschen Erfüllung seiner zumindest wohltätigen Aufgabe.

Im Gegensatz dazu stehen nun Gottes Taten und deren Konsequenzen in wahrer, natürlicher Beziehung zueinander. D.h., Ziel und Ergebnis jeder Aufgabe bedeutet zugleich wirkliche Vollkommenheit der Aufgabe selbst. Gott leitet seine Schöpfung zu ihrer eigenen Vollkommenheit hin. Dadurch beobachten wir, daß jedes Samenkörnchen sich auf sein letztes Ziel und seine letzte Vollkommenheit hin bewegt.

Das Problem, das an dieser Stelle zu besprechen ist, ist, daß Welt und Natur Revolutionen durchmachen und unstet sind, d.h. daß jedes Ziel innerhalb der Natur veränderbar und in sich selbst instabil ist. Anders ausgedrückt - alles ist vergänglich, zeitlich gebunden und beendbar. Alle Stationen innerhalb der Natur sind gleich Haltestellen, und keine ist die Endstation. Aus diesem Grunde finden viel die Schöpfung bedeutungslos und sinnlos. Sie vergleichen die Welt mit einer Karawane, die pausenlos unterwegs ist und von Karawansarai zu Karawansarai zieht und doch nie ihren Bestimmungsort erreicht. Jede Station ist nur wie ein Halt, wie ihn auch die Natur passiert. Offensichtlich ist, daß eine Reise nur dann unternommen werden kann, wenn ein wirkliches Ziel in Aussicht steht. Bewegungen und Reisen sind sinnlos, wenn es keine Ankunft gibt und alle Zielorte nur Haltestellen sind. So wäre die Existenz unsinnig und das, was die Weltordnung beherrscht, wäre nur Wanderschaft, konstante Wiederholung, Abreise und Ankunft eine nach der anderen. Die Erklärung, die uns der Heilige Qur’an gibt, lautet, dieses Problem und Zweifel solcher Art würden entstehen, wenn außer der Natur und dieser Welt nichts wäre und die Geburt nur dem Zweck des Sterbens und jedes Wachsen und Blühen nur dem des Verdorrens und jede Erneuerung dem des Verhaltens gälte. Eine solche Lebensanschauung offenbart "unvollkommene Einsicht", wenn man meint, das Leben beschränke sich auf Welt und Natur, was nicht der Fall ist.

Diese Welt wird dargestellt als "erster Tag", dem der letzte Tag folgen wird. Diese Welt bedeutet "Abreise", und die Auferstehung "Ankunft". Imam Ali (a.s.) sagt:

"Die Welt ist ein Ort, den wir hinter uns lassen, und die Auferstehung der einer ewig währenden Residenz."

Die Auferstehung verleiht dieser Welt ihre Bedeutung, denn Bewegung und Kampf ohne Ziel wäre bedeutungsleer. Gäbe es keine Auferstehung, eine ewig währende, unvergängliche Welt, so besäße die Welt keine Endstation, die sie von einer bloßen Durchgangsstation, einer Haltestelle unterschiede. Das ganze Weltsystem wäre reine Wanderschaft, und, wie der Heilige Qur’an es ausdrückt: Die Schöpfung wäre "eitel", "zwecklos", "keiner Beachtung wert". Die Propheten (a.s.) sind dazu erschienen, uns von diesem fundamentalen Fehler abzuhalten und uns die Augen für eine Tatsache zu öffnen, die unser Leben, entgeht sie unserer Beachtung, bedeutungsleer und vergebens macht, so daß sich die Sinnlosigkeit in unseren Geist einschleicht und sich dort einnistet, die uns selbst zu unbrauchbaren, bedeutungslosen Geschöpfen ohne Lebensziel werden läßt. Eine der Wirkungen des Glauben und der Überzeugung vom Tag des Gerichts ist die, daß er uns aus dem Zustand der Nutzlosigkeit und des Nichtsseins errettet und uns, unseren Gedanken und unserem Leben Sinn verleiht.

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