Ökonomisches...

Ökonomisches...

Hat eine Regierung göttlichen Halt und werden die Gebote und Weisungen Gottes in der Gesellschaft verwirklicht, wird auch in dieser eine spürbare Aufwärtsentwicklung eintreten und sie sich Gutem und Positivem zuwenden. Mit dem Resultat, dass ihr die göttlichen Segensgaben in mannigfaltiger Fülle zuteil werden.

Im Heiligen Koran lesen wir:

Wenn sich die Bevölkerung der Städte und Länder dem Glauben zuwenden und gottesfürchtig werden, werden wir ihr die Tore zu den Segensgaben der Erde und des Himmels öffnen.[1]

In der Regierungszeit Imaam Mahdis (a), da sich die Menschen Gott hingebungsvoll fügen und das Wort des göttlichen Beauftragten (Mahdi) befolgen, werden Erde und Himmel ihnen ihre Segensgaben nicht zurückhalten.

Wohltuender Regen wird hinabregnen, Bäche und Flüsse mit Wasser füllen, die Erde wird fruchtbar werden, Felder und Haine erblühen und die Gärten leuchten in üppigem Grün und schenken eine Vielfalt an köstlichen Früchten.

Gegenden wie Mekka und Medina, die niemals grün und blühend waren, verwandeln sich mit einem Male in üppige Palmenhaine und geben den Bewohnern die Möglichkeit zu intensiver Viehzucht.

Das Rad der Wirtschaft beginnt, sich geschwinde zu drehen und Armut und Not weichen.

Kurz, Entwicklung und Aufbau, soweit das Auge reicht und zudem: blühender Handel.

Auch zur florierenden Wirtschaft in der Regierungszeit Imaam Mahdis (a) gibt es zahlreiche Riwaayaat. Einige wollen wir als Beispiel nennen:


a) Wirtschaftliche Blüte, allgemeines Wohlergehen

Diesbezüglich sagen uns die Riwaayaat, dass infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs in jener kommenden Zeit Armut und Not dahinschwinden und dem Bedürftigen - mehr als er benötigt - materielle Güter und Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Der allgemeine Lebensstandard der Bevölkerung wird dermaßen angehoben und verbessert, dass es den Sakaat-Verpflichteten schwerfällt, Bedürftige zu finden, denen die Sakaat[2] zusteht.


1- Aufteilung der Güter und reichliche Spenden

Imaam Baaqir (a) sprach:

"Wenn sich der Qaa`im unseres Ahl ul Baits (a) erhebt, wird er das Öffentliche Guthaben ("Bait ul maal") unter allen gleichmäßig verteilen und in Gerechtigkeit vorgehen.

Die irdischen Werte auf und unter der Erde werden zu ihm gebracht, woraufhin er zu allen sprechen wird:

'Kommt und nehmt euch von dem, dessentwegen ihr zuvor eure familiären Bindungen zerrisset, euch versündigtet und einander ums Leben brachtet.'

Er wird so großzügig geben, wie niemand zuvor es tat."[3]

Der Gesandte Gottes tat kund:

"Gegen Ende der Zeiten wird ein Statthalter erscheinen, der mit vollen Händen geben wird."[4]

Auch sagte er:

"In einer Zeit der Hoffnungslosigkeit und zunehmenden Machenschaften wird jemand kommen, dessen Name "Mahdi" ist, der allen großzügig gibt und dessen Art, zu geben, wohltuend ist."[5]

Denn Mahdi (a) gibt wie ein Vater, völlig uneigennützig. Von daher ist auch seine Art, zu geben, wohltuend und anders als die jener, die geben, doch dafür von dem, dem sie geben, Hörigkeit - in welcher Hinsicht auch immer - verlangen.

Der Prophet (s) sprach:

"Jemand aus dem Stamme Quraisch wird kommen, in der Bevölkerung Geld und Güter verteilen und in der Art des Propheten vorgehen."[6]

In einer anderen Riwaayat wird folgendes Wort von ihm überliefert:

"Mahdi wird die Schätze der Erde hervorholen, sie unter den Menschen verteilen, und erneut wird der Islam aufblühen.[7]

Und:

"Gegen Ende der Zeiten wird meine Gemeinde einen Kalifen (Statthalter) haben, der die irdischen Güter mit vollen Händen unter den Leuten verteilt, ohne abzuwiegen oder abzuzählen."[8]

Abdullaah ibn Ssanaan berichtet, dass sein Vater zu Imaam Ssaadiq (a) sagte:

Ich habe ein wenig Grund und Boden (kharaadsch), den ich bewirtschafte.

Der Imaam schwieg eine Weile, sagte dann aber:

"Wenn sich unser Qaa`im erhebt, wird dein Anteil an Grund und Boden mehr sein."[9]

Imaam Baaqir (a.s) sprach:

"Wenn sich der Qaa`im des "Ahl ul Baits" erhebt, wird er das Öffentliche Guthaben ("Bait ul maal") gleichmäßig verteilen und unter den Menschen in Gerechtigkeit walten und schalten."[10]

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"Der letzte der Imaame trägt meinen Namen. Wenn er erscheint, wird er überall in der Welt für Gerechtigkeit sorgen.

Dann, wenn die Schätze der Welt zusammengetragen worden sind, wird jemand ihn um (irdische) Güter bitten, worauf der Imaam ihm sagen wird: "Nimm dir selber von den Reichtümern..."[11]


2- Armut schwindet dahin...

Der Gesandte Gottes (s) tat kund:

"Wenn Imaam Mahdi (a) erscheint..., werden materielle Werte, einschließlich der Sakaat-Abgaben, hinaus auf die Straße getragen, doch niemand möchte etwas davon."[12]

Und:

"Mahdi (a) wird in meiner Gemeinde sein, und in seiner Regierung wird eine Fülle an materiellen Werten zusammenkommen."[13]

Auch dieser Hadith besagt, dass es in jener kommenden Zeit wirtschaftliche Armut in der Gesellschaft nicht mehr geben wird. Es wird mehr materielle Werte und Güter geben, als gebraucht und konsumiert wird.

Mit anderen Worten: In der Regierung Imaam Mahdis (a) wird es nicht nur kein Haushaltsdefizit geben, sondern die Einnamen sind so reichlich, dass sie über das erforderliche Budget hinausgehen.

Imaam Ssaadiq (a) sprach:

Wenn sich unser Qaa`im erhebt..., wird die Erde ihre Schätze hervorbringen und offenkundig machen, so dass man sie mit eigenen Augen auf dem Erdboden liegen sehen kann. Es wird so sein, dass die Sakaat-Pflichtigen nach Bedürftigen Ausschau halten, um ihnen ihre Sakaat-Abgabe zukommen zu lassen, ohne jedoch jemanden, dem "Sakaat" gebührt, finden zu können. Darum, weil die Menschen infolge göttlicher Huld und Großzügigkeit der (materiellen) Unterstützung anderer nicht mehr bedürfen."[14]

Ali ibn Uqbah berichtete:

"In jenen Tagen wird niemand mehr zu finden sein, der der Spende und caritativer Abgaben bräuchte. Denn alle Gläubigen - allüberall - werden zur Genüge versorgt sein und derlei nicht bedürfen."[15]

Imaam Baaqir (a) sprach:

"Die Leute werden mit ihren Abgaben zu Imaam Mahdi (a) kommen. Gott wird unserer Schi`ah ein gutes und leichtes Leben bescheren, und ihre Bedürfnisse werden gestillt sein.

Wenn Gott sie nicht mit Seiner Huld und Gnade umgäbe, würden die Menschen angesichts dessen, dass sie mit allem reichlich versorgt sind und materieller Gaben nicht mehr bedürfen, sogar dreist und aufsässig (Gott gegenüber) werden."[16]

Auch sagte er:

"Imaam Mahdi (a) wird die Menschen zweimal im Jahr beschenken, und zweimal im Monat wird er sie entlohnen. Er wird mit ihnen allen in gleicher Weise verfahren, und niemand mehr wird sein, der der Sakaat-Unterstützung bedürfte.

Die Sakaat-Pflichtigen werden ihre Sakaat-Abgabe denen bringen, die weniger als sie haben, doch diese werden sie nicht annehmen. Daher werden sie ihre Abgaben in speziellen Geldbeuteln durch die Wohnviertel der Schi`ah tragen, welche ihnen jedoch sagt: Wir bedürfen des Geldes nicht."[17]

Aus den zitierten Riwaayaat ist zweierlei zu erfahren. Zum einen, dass die Menschen zu Zeiten der Regie Imaam Mahdis (a) geistig soweit gereift sind, dass sie ohne Zwang und Nachdruck ihren vielseitigen Verpflichtungen nachkommen. Dazu gehört, ihre Einkommenssteuer (Khums) der islamischen Regierung auszuhändigen.
Wenn alle Muslime ihre Khums-Abgabe, die sie aufgrund ihres Einkommens zu leisten haben als auch ihre Sakaat-Abgabe, zu der sie für ihre Güter verpflichtet sind, zahlen, wird ein so immenser Schatz zusammenkommen, dass es der Regierung ein Leichtes ist, öffentliche Reformen und Dienstleistungen durchzuführen.

Zweitens: Wenngleich die großzügigen Gaben Imaam Mahdis (a) in jener Zeit mit vollen Händen erfolgen und alle ihr Auskommen haben, ist doch die hohe Gesinnung der Menschen und deren Gefühl, nichts zu bedürfen und mit dem, was sie haben, auskommen zu können, bemerkenswert. Selbst wenn es unter ihnen jene gibt, die weniger haben als andere, sind sie doch mit dem zufrieden, was sie haben. Sie begnügen sich damit und haben kein Bedürfnis "nach mehr". Ihre Seele, ihr Inneres aber ist "reich".

Die Menschen jener Zeit, da Imaam Mahdi (a), der Imaam der Zeit, die Welt regieren wird, sind seelisch reich und zufrieden. Das aber ist eine Folge der erstaunlichen geistig-geistlichen Entwicklung und Reife, die unter Mahdis (a) Regie eintreten wird.



[1] Sure 7, “A`raaf”, Vers 95

[2] "Sakaat": eine Art Wohltätigkeitssteuer, zu deren Abgabe die Wohlhabenden verpflichtet sind

[3] "ilal usch scharaa`i", S. 161; Nu`maani, "ghaibah", S. 237; "aqd ud durar", S. 39; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 390; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 497

[4] Ibn Hammaad, "fitan", S. 98; Ibn Abi Schaibah, "mussannaf", B. 15, S. 196; Ahmad, „masnad“, B. 3, S. 5; Ibn Bitriq, „umdah“, S. 424

[5] Schaafi`i, "bayaan", S. 124; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 248; "asch schi`ah war radsch ah", B. 1, S. 207; Ahmad, „masnad“, B. 3, S. 5;

[6] Abi Daawud, "ssunan, B. 4, S. 108

[7] Ibn Taawus, "malaahim", S. 69

[8] Abd ur Rasaaq, "mussannaf", B. 11, S. 372; Ibn Bitriq, "umdah", S. 424; "as ssawaa`iq ul muhriqah", S. 164; Baqwi, "massaabih us ssanah", B. 2, S. 139; Schaafi`i, "bayaan", S. 122; Ibn Taawus, "malaahim", S. 69

[9] "kaafi", B. 5, S. 285; "at tahsib", B. 7, S. 149

[10] Nu`maani, "ghaibah", S. 237; "bihaar ul anwaar", B. 51, S. 29

[11] Ibn Taawus, "malaahim", S. 70; "bihaar ul anwaar", S. 379, vergl.: Ahmad, masnad, B. 3, S. 21; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 55

[12] "aqd ud durar", S. 166; "al mustadschaat", S. 58; in einer Riwaayat heißt es: "Reichtümer und Werte werden in den Häusern der Wohnviertel herumgetragen", (damit sich der, der möchte, davon nehmen kann).

[13] Haakim, "mustadrak", B. 4, S. 558; "asch schi`ah war radsch ah", B. 1, S. 214

[14] Mufid, "irschaad", S. 363; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 337

[15] Mufid, "irschaad", S. 344; "al mustadschaat", S. 509; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 339, vergl. Ahmad, "masnad", B. 2, S. 53, 272, 313 u. B. 3, S. 5; "madschma`us sawaa`id", B. 7, S. 314; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 496

[16] "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 345

[17] Nu`maani, "ghaibah", S. 238; "holiat ul abraar", B. 2, S. 642; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 390, vergl. "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 352; Ibn Abi Schaibah, "mussannaf", B. 3, S. 111; Ahmad, "masnad", B. 4, S. 306; Bukhaari, "ssahih", B. 2, S. 135; Muslim, "ssahih", B. 2, S. 70

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