) Sichere Straßen, Verbindungswege

) Sichere Straßen, Verbindungswege

Auch bezüglich der Sicherheit unterwegs gibt es zahlreiche Riwaayaat. Einige von ihnen zitieren wir:

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"In der Regierungszeit Imaam Mahdis (a) geht es auf Erden so sicher und geordnet zu, dass Frauen auch des Abends eine Reise antreten können, ohne das sie befürchten müßten, man könnte ihnen unterwegs Gewalt antun."[1]

Auch folgendes wird von ihm überliefert:

"Wahrlich, Gott wird es (gegen Ende der Zeiten) gemäß seinem Wort so fügen, dass der Reiter auch des Nachts von Sanaa nach Hasarmaut reisen kann, ohne sich - außer vor Gott - vor etwas zu fürchten."[2]

Möglicherweise werden diese beiden Orte ihrer weiten, einsamen und unheimlich wirkenden Steppen wegen namentlich genannt. Es sind Steppen, die selbst im heimischen Sprachgebrauch genannt werden, um unheimliche und gespenstischwirkende Weiten etc. zu veranschaulichen.

Imaam Baaqir (a) sprach:

"Bei Gott, die Gefährten Mahdis (a) werden sich so überzeugend einsetzen und kämpfen, dass letztendlich nur noch der Eine Gott geheiligt und angebetet und ihm keine weitere Gottheit beigesetzt wird, und selbst eine alte alleinstehende Frau unbehelligt von einem Ende der Welt zum anderen reisen kann."[3]

Jemand fragte Imaam Ssaadiq (a), warum man sich das Erscheinen Imaam i Qaa`ims (a) herbeiwünschen soll, ob des denn während seines Verborgenseins keine sonstige geeignete Führung gibt. Imaam Ssaadiq (a) antwortete:

"Bei dem Allerhabenen und Makellosen Gott, möchtest du etwa nicht, dass Imaam Mahdi (a) allüberall auf Erden Gerechtigkeit werden lässt? Dass er für sichere Wege und Straßen sorgt und dafür, dass den Unterdrückten zu ihrem Recht verholfen und ihnen Unterstützung und Beistand wird?"[4]

Ein Gefährte Imaam Ssaadiqs (a) berichtet, dass eines Tages, als Abu Hanifah den Imaam aufsuchte, dieser ihn fragte:

"Weißt du, von welchem Land jener Koranvers spricht, in dem es heißt, dass ihr in ihm - am Tage und in der Nacht - sicher und unbehelligt seid?"[5]

Abu Hanifeh antwortete: Ich denke, es wird das Gebiet zwischen Mekka und Medina sein...

Imaam Ssaadiq (a) wandte sich seinen Gefährten zu und sprach:

"Wisst ihr, dass die Reisenden in diesem Gebiet (zwischen Mekka und Medina) von Wegelagerern behelligt und ausgeraubt werden, dass sie dort keine Sicherheit haben und Gefahr laufen, umgebracht zu werden?"[6]

Die Gefährten darauf: Ja, so ist es.

Abu Hanifah schwieg.

Imaam Ssaadiq (a) fragte ihn nun:

"Von welchem Ort ist in dem Koranvers, in dem heißt:

"Wer dort eintritt, ist in Sicherheit",

die Rede?"

Abu Hanifah darauf: Die Ka`ba ist gemeint...

Imaam Ssaadiq (a) fragte ihn:

"Weißt du, dass Hadschdschaadsch ibn Yussof Thaqafi die Ka`ba mit Katapult-Geschossen angriff, um Ibn Subair zu vernichten und ihn tötete? Befand sich Ibn Subair an einem Ort der Sicherheit?"

Abu Hanifeh sagte nichts und schwieg.

Als er die Versammlung verließ, bat Abu Bakr Hasrami Imaam Ssaadiq (a) um die Antwort auf die Fragen, worauf Imaam Ssaadiq (a) erklärte:

"O Abaa Bakr, der erste Vers besagt, dass es gilt, dem „Qaa`im“ unseres "Ahl l Baits" treu zur Seite zu stehen,

und auch im zweiten Vers, in dem Gott sagt:

"Wer dort eintritt, ist in Sicherheit",

ist dies gemeint. Das heißt, wer ihm die Treuhand reicht, in sein Gefolge eintritt und sich ihm als Freund und Gefährte anschließt, wird in Sicherheit sein."

Folgendes ist das, was Ali ibn Uqba laut Überlieferung seines Vaters überlieferte:

"Wenn Imaam Mahdi (a) erscheint, wird er in Gerechtigkeit regieren, wird er Ungerechtigkeit und Tyrannei beseitigen und werden durch sein segensreiches Dasein Wege und Straßen sicher werden."[7]

Qutaadah sagte:

Imaam Mahdi (a) ist der beste aller Menschen...

In seiner Zeit wird es überall auf Erden Sicherheit geben, so dass eine Frau, begleitet von fünf anderen, aber ohne männlichen Schutz, nach Mekka reisen kann, ohne sich vor etwas (außer vor Gott) fürchten zu müssen.[8]

Udai ibn Haatam sagte:

Ganz gewiß wird eine Zeit kommen, in der eine schwache Frau von Hira (in der Nähe von Nadschaf) zur Ka`ba (Mekka) reisen kann, ohne sich vor jemandem zu fürchten, außer vor Gott.[9]


c) Juristische Sicherheit

Zu den Angelegenheiten, die nach dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) vorgenommen werden, gehört die Bestrafung jener, die auf Erden Unfrieden und Unsicherheit verbreiteten, Tod, Verwundung und Körperbehinderung von Abermillionen Menschen verursachten und materielle als auch psychische Verelendigung anrichteten. Sie sind Groß-Kriminelle, die über die Menschheit entsetzliches Leid brachten.

Daher wird - nach dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) - eine seiner Aufgaben darin beruhen, diese Unheilstifter, Gewalttäter und Frevler festzunehmen und zu verurteilen. Gemäß göttlichem Gebot. Die Einhaltung der göttlichen Strafbestimmungen aber zählt zu den unbedingten Pflichten, die nicht zu umgehen sind und nicht umgangen werden. Insbesondere dann nicht, wenn ein Imaam (a), wenn Imaam Mahdi (a) auf Erden das Sagen hat und gemäß den Weisungen Gottes regiert.

Um dieser Verpflichtung in der rechten Weise nachzukommen, werden in seinen Tagen Personen hinzugezogen, die - ganz abgesehen davon, dass sie die islamischen Bestimmungen kennen und mit dem Religionsgesetz vertraut sind - ihre Qualitäten, Eignung und Zuverlässigkeit bereits zur Genüge bewiesen haben und ihnen nichts vorzuwerfen ist.

Hierzu einige Riwaayaat:

Imaam Ssaadiq (a) sagte:

"Wenn sich der Qaa`im aus der Nachkommenschaft Muhammads (s) erhebt, wird er von hinter der Ka`ba her siebzehn Personen herbeibringen. Fünf von ihnen sind aus dem Volke Mose (a), die gerecht urteilen...

Sieben weitere sind aus der Schar, die in der Höhle Kahf zubrachten, dann Juscha`, der Treuhänder Mose und der Gläubige (Mu`min) aus dem Hause des Pharao, zudem Ssalmaan Faarssi, Abu Dudschaanah und Malik Aschtar."[10]

Abu Bassir fragte Imaam Ssaadiq (a):

Sind hinter der Ka`ba, abgesehen von dieser Gruppe (313 Personen), noch andere?

Der Imaam antwortete:

"Ja, weitere Gläubige gibt es dort noch. Doch die genannten sind jene Rechtsgelehrten, Wissenschaftler, Statthalter und Richter, deren Brust und Hinterkopf der Imaam mit seiner Hand berühren wird, woraufhin ihnen keine (gerechte) Rechtsfindung und Entscheidung schwerfallen wird."[11]

In "Bihaar ul anwaar" heißt es, dass sie die engen Vertrauten Mahdis und seine Statthalter auf Erden sind.[12]

Imaam Ssaadiq (a) sprach:

"Wenn sich Imaam i Qaa`im (a) erhebt, wird er für jedes Gebiet und Volk einen Statthalter bestimmen und ihm sagen:

Dein Aufgabenprogramm ist in deiner Hand, und wenn du bei der Ausübung deines Amtes in Schwierigkeiten geraten solltest und du nicht weißt, wie du vorgehen sollst, so blicke in deine Hand und geh gemäß dem vor, was du in ihr siehst."[13]

Mag sein, dass dies ein Hinweis auf die blitzschnelle Kommunikationsmöglichkeit mit der Zentralregierung (in jenen Tagen) ist,

oder aber auf die hohe Qualität und Fähigkeit der Verantwortlichen, die bei kurzem (konzentrierten) Hinsehen schon die Lösung des Problems finden

oder aber, dass letzteres mittels eines Wunders, für das der einfache Menschenverstand keine Erklärung hat, möglich wird.

Von Imaam Baaqir (a) wird folgendes überliefert:

"Wenn Imaam Mahdi (a) gekommen ist, wird niemand das Recht eines anderen für sich beanspruchen können, denn der Imaam (a) wird dafür sorgen, dass der es erhält, dem es zusteht. "[14]

Imaam Ssaadiq (a) sprach:

"Wenn sich der Qaa`im aus der Nachkommenschaft Muhammads (s) erhebt, wird er richten wie der Prophet David, ohne dazu eines Zeugen oder Nachweises zu bedürfen.

Gott offenbart ihm (wie er, gemäß göttlicher Weisung, vorzugehen hat)( T 195), und er (Mahdi) wird gemäß seinem Wissen Recht sprechen."[15]

Dscha`far ibn Ssayaar Schaami sagt:

Die geraubten Rechte werden den Beraubten getreulich zurückgegeben. Sogar dann, wenn jemandes Recht zwischen den Zähnen eines anderen ist, wird der Imaam (a) es hervorholen und dem Eigentümer zurückerstatten.[16]

Selbstredend ist zu einem solch getreuen und gewissenhaften Umgang mit den Rechten der Menschen eine Justiz erforderlich, deren Verantwortungsträger Imaam Mahdi (a) bestimmt. Es sind Richter wie Ssalmaan Faarssi, Malik Aschtar, einige Große aus dem Volk des Mose (a) usw...

Die Führung dieser Justiz aber obliegt Imaam Mahdi (a). Dass in jenen Tagen Rechtsverstöße nicht mehr möglich sind und niemand mehr um sein Recht besorgt sein braucht, versteht sich, wie ja auch aus der letztgenannten Riwaayaat hervorgeht, von selbst.



[1] "al mu`dscham ul kabir", B. 8, S. 179

[2] "al mu`dscham ul kabir", B. 4, S. 72; "dschaami`ul ussuul", B. 7, S. 286; Beihaqi, "ssunan", B. 9, S. 180

[3] Ayyaaschi, "tafssir", B. 2, S. 62; Nu`maani, "ghaibah", S. 283; Tafssir "burhaan", B. 1, S. 369; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 345; "yanaabi`ul mawaddah", S. 423; "asch schi`ah war radsch ah", B. 1, S. 380

[4] Mufid, "ikhtissaass", S. 20; Ayyaaschi, "tafssir", B. 1, S. 64; Nu`maani, "ghaibah", S. 149; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 144; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 557; in "bihaar ul anwaar" erscheint "yanssur ul maslum" statt "yanssaf ul maslum", vergl. "al faa`iq", B. 4, S. 100

[5] Sure 34, Sabaa, Vers 80

[6] Sure 3, Aal i Imraan, Vers 97

[7] "ilal usch scharaa`i", B. 1, S. 83; "nur us thaqalain", B. 3, S. 332; "tafssir burhaan", B. 3, S. 212; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 314

[8] Ibn Hammaad, "fitan", S. 98; Ibn Taawus, "malaahim", S. 69; "aqd ud durar", S. 151; "al qawl ul mukhtassar", S. 21

[9] "ferdouss ul akhbaar", B. 3, S. 491

[10] "isbaaat ul hudaah", B. 3, S. 55. Laut Ayyaaschi in "tafssir" u. "rawdhat ul waa`isiin", S. 266, wird der Imaam (a) siebenundzwanzig Pesonen von hinter der Ka`ba her herbeiholen.

[11] Ibn Taawus, "malaahim", S. 202; "dalaa`il ul imaamah", S. 307, mit kleinem Unterschied

[12] "dalaa`il ul imaamah", S. 249; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 365

[13] Nu`maani, "ghaibah", S. 319; "dalaa`il ul imaamah", S. 249; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 573; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 365 u. B. 53, S. 91

[14] Ayyaaschi, "tafssir", B. 1, S. 64; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 224

[15] "rawdhat ul waa`isiin", S. 266; "bassaa`ir ud daradschaat", B. 5, S. 259

[16] Ibn Hammaad, "fitan", S. 98; "aqd ud durar", S. 36; Ibn Taawus, "malaahim", S. 68; "al qawl ul mukhtassar", S. 52

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