3- Den Entbehrenden und Darbenden wird geholfen...

3- Den Entbehrenden und Darbenden wird geholfen...

Amir al mu`minaan Ali (a) sprach:

"Wenn der Imaam der Zeit (a) erscheint und sich erhebt, wird es keinen versklavten Muslim mehr geben, den der Imaam nicht freikaufte.

Auch kein Schuldner mehr wird sein, es sei denn, der Imaam begliche seine Schuld."[1]

Imaam Baaqir (a) tat kund:

"Wenn Mahdi (a) erscheint, wird er nach Medina ziehen und einen jeden der Bani Haaschim, der dort gefangen ist, befreien."[2]

Ibn Artaat sagte:

Mahdi (a) wird nach Kufeh ziehen und dort alle gefangenen Bani Haaschim befreien.

Taawus Yamaani erklärte:

Zu den Besonderheiten Mahdis (a) zählt, dass er das Tun und Lassen der Verantwortlichen seiner Regierung genau überwacht, mit vollen Händen seine Gaben (unter den Menschen) verteilt und den Darbenden, Obdach- und Hilflosen voller Freundlichkeit und Güte begegnet."[3]

Abu Ru`bah sagte:

"Mahdi gibt den Bedürftigen mit eigener Hand."[4]

Möglicherweise besagt dies, dass der Imaam den Darbenden und Heimatlosen seine besondere Aufmerksamkeit schenkt und ihnen - falls er es für richtig befindet - sogar mehr gibt als das, was einem jeden am Öffentlichen Guthaben zusteht.




b) Aufbau und Kultivierung

Mahdis (a) Aufbaubewegung wird uns dann richtig bewusst, wenn wir bedenken, wie zuschanden gekommen und verwüstet das Erdenrund vor seinem Kommen gewesen sein wird.

Vor dem Erscheinen Imaam Mahdis (a) wird die Welt von verheerenden Kriegen und entsetzlichem Massenmorden und -sterben heimgesucht sein, von Grausamkeiten, Terror, Plünderung und Vernichtung, verursacht durch diabolische Machthaber und Gewalttätige. Die Welt wird in dem von ihnen angerichteten Feuer brennen...

Kurz, Vernichtung, Verelendigung und Verwüstung sind unermesslich, und entsprechend groß und gewaltig werden folglich auch die Bemühungen um Aufbau und Kultivierung sein.

Die Regierung Imaam Mahdis (a) sorgt dafür, baut die verwüstete Welt wieder auf und kultiviert sie. Allüberall. Besser und hervorragender als je zuvor...

Ali (a) sprach:

"Mahdi (a) wird seine Gefährten in alle Länder schicken. Gefährten, die zu Beginn seines Aufbruchs mit ihm einen Bund schlossen. Er entsendet sie in die verschiedenen Gebiete und Städte und ruft sie zu Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit auf.

Einen jeden von ihnen ernennt er zum Statthalter eines Landes und bringt allen Gebieten Gerechtigkeit und Wohl, Aufbau und Blüte."[5]

Imaam Baaqir (a) sagte diesbezüglich:

"In der Herrschaftszeit Mahdis (a) wird nirgendwo auf Erden mehr Verwüstung sein, denn was zerstört war, ward aufgebaut. "[6]

Und:

"Nachdem Imaam Mahdi (a) in Kufeh eingezogen ist..., wird er eine Gruppe beauftragen, hinter dem Sanktuarium Imaam Hussains (a) (außerhalb von Karbela) einen Kanal in Richtung Qariin auszuheben, damit das Wasser des Flusses auch in Richtung Nadschaf fließen kann. Über dem Wasserlauf aber werden Brücken errichtet."[7]

Von Imaam Ssaadiq (a) wird folgende Mitteilung überliefert:

"Wenn sich unser Qaa`im erhebt und die Herrschaft in die Hand genommen hat, werden die Häuser von Kufeh den Fluss von Karbela und Hira erreichen."[8]

Diese Riwaayat gibt Kunde von Aufbau und Erweiterung der Stadt Kufeh, die bis Hira (heute etwa sechzig Kilometer von Kufeh entfernt) und Karbela (ebenfalls so weit entfernt) reichen wird.

Habbah Arani berichtet, dass Amir al mu`minaan Ali (a) nach Hira reiste und dort, mit der Hand in Richtung Kufeh weisend, sagte:

"Wahrlich, die (Häuser der) Stadt Kufeh werden die Stadt Hira erreichen. Kufeh wird sich so entwickeln und vergrößern, dass jedes "si raa`"[9] dieser beiden Städte zu einem hohen Preis verkauft oder gekauft wird."[10]

Möglicherweise ist die Ausweitung der Stadt Kufeh und der hohe Preis des dortigen Grund und Bodens in jenen Tagen darauf zurückzuführen, dass Kufeh die Regierungshauptstadt Mahdis (a) sein wird und, wie aus Riwaayaat zu erfahren ist, die Gläubigen sich dort ansiedeln möchten.

Auch werden in der Zeit der Regie Imaam Mahdis (a) Straßen und Wege hinzu- und ausgebaut werden. Ganz abgesehen von besonderen Regelungen und Bestimmungen, die dort getroffen werden.

Hierzu sagte Imaam Baaqir (a):

"Wenn sich Imaam Mahdi erhebt, wird er nach Kufeh reisen..., keine hochragende Moschee wird er mehr auf Erden belassen, er wird sie einreißen und in einer Weise neu errichten, dass sie andere Gebäude nicht überragt.

Auch für den Ausbau der Hauptstraßen wird er sorgen..."[11]

Imaam Kaasim (a) sprach:

"Wenn sich unser Qaa`im erhebt, wird er allen, die über ein Verkehrsmittel verfügen, ausrichten lassen, die Mitte der Wege und Straßen zu benutzen, dieweil diejenigen, die zu Fuß sind, die Straßenseiten zu begehen haben. Wer jedoch mit seinem Verkehrsmittel dennoch den Straßenrand benutzt und dabei einen Fußgänger zu Schaden bringt, hat Sühnegeld bzw. den Blutpreis zu zahlen.

Benutzt jedoch ein Fußgänger die Straßenmitte und kommt dabei zu Schaden, hat er nichts zu verlangen."[12]

Aus diesen Riwaayaat geht hervor, dass sich die Städte so stark erweitern und der Verkehr in ihnen so immens zunehmen wird, dass nicht nur für jene, die mit Verkehrsmitteln unterwegs sind, sondern auch für Fußgänger genaue Bestimmungen erlassen werden.

Was jedoch nicht verwundert, denn eine Regierung, die über Wissenschaft und Technologie verfügt, das Straßennetz erweitert und ausbaut und so weiter, wird sicherlich auch spezielle Verkehrsregeln erlassen und darauf achten, dass sie befolgt werden.





[1] Ayyaaschi, "tafssir", B. 1, S. 64; "bihaaar ul anwaar"B. 52, S. 224

[2] Abi Hammaad, "fitan", S. 83; "al haawi lil fataawi", B. 2, S. 67; Mutaqqi Hindi, "burhaan", S. 118

[3] "aqd ud durar", S. 167

[4] Ibn Taawus, "malaahim", S. 68; "aqd ud durar", S. 227

[5] "asch schi`ah war radsch ah", B. 1, S. 168

[6] "kamaal ud din", B. 1, S. 331; "al fussuul ul muhimmah", S. 284; "as`aaf ur raaghibin", S. 152; "waafi", b. 2, S. 112; "nur us thaqalain", B. 2, S. 212; "ihqaaq ul haq", B. 13, S. 342

[7] Mufid, "irschaad", S. 362; Tussi, "ghaibah", S. 280; "rawdhat ul waa`isiin", B. 2, S. 263; "ssiraat al mustaqim", B. 2, S. 262; "i`laam ul waraa", S. 430; "al mustadschaat", S. 580; "kaschf ul ghummah", B. 3, S. 253; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 331 u. B. 97, S. 385

[8] Tussi, "ghaibah", S. 295; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 330, 337 u. B. 97, S. 385; vergl. Mufid, "irschaad" u. "rawdhat ul waa`isiin", B. 2, S. 264; "i`laam ul waraa", S. 434; "kharaa`idsch", B. 3, S. 1176; "ssiraat al mustaqim", B. 2, S. 251; "al muhadschdschah", S. 184

[9] siraa`: arab. Längenmaß, fünfzig bis siebzig cm, nach "al mundschid"

[10] "at tahsib", B. 3, S. 253; "malaa sul akhiaar", B. 5, S. 478; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 374

[11] Mufid, "irschaad", S. 365; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 339

[12] "at tahsib", B. 10, S. 314; "wassaa`il usch schi`ah"B. 19, S. 181; "malaa sul akhiaar", B. 16, S. 685; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 455

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