a) Er regiert die Herzen..

a) Er regiert die Herzen..

Völlig klar, dass eine Regierung, die schon nach kurzer Zeit alle Probleme überwindet, Schwierigkeiten aus dem Wege schafft, Hoffnungslosigkeit beseitigt und den Samen der Zuversicht in die Herzen sät, die Unterstützung der Bevölkerung findet.

Ein System, welches das Kriegsfeuer auszulöschen vermag und Ruhe und Sicherheit so effektiv in die Gesellschaft einkehren läßt, dass selbst das Getier daran teilhat, eine solche Regierung wird selbstredend auch die Herzen "regieren", und die Menschen werden sich wünschen, im Schirme einer solchen Regierung zu leben.

Dies geht aus Riwaayaat hervor, in denen von der herzerfreulichen Vereinigung zwischen Menschheit und Imaam Mahdi (a) die Rede ist und davon, wie sehr erstere an ihm und seiner Regie interessiert ist.

Der Gesandte Gottes (s) sprach:

"Ich verheiße euch das Kommen Mahdis, eines Mannes aus dem Stamme der Quraisch, über dessen Statthalterschaft und Regie die Bewohner der Himmel und Erde erfreut sein werden."[1]

Auch sagte er:

"Ein Mann aus meinem Volke wird sich erheben, den die Bewohner der Erde und Himmel schätzen."[2]

Ssabaah berichtet:

In der Regierungszeit Imaam Mahdis (a) werden sich die Kinder wünschen, Erwachsene und die Erwachsenen, Kinder zu sein."[3]

Die Erwachsenen möchten wohl deshalb Kinder sein, um möglichst lange im Schirme der Regierung Imaam Mahdis (a) zubringen zu können, wohingegen der Wunsch der Kinder, erwachsen zu sein, möglicherweise darin beruht, in jenen Tagen Verantwortung tragen und Aufgaben übernehmen zu können.

Die Herrschaft Imaam Mahdis (a) ist von hervorragender Auswirkung, von der - laut Überlieferungen - selbst die Verstorbenen nicht ausgeschlossen sind.

Imaam Ali (a) sagt diesbezüglich:

"Ein Mann aus meiner Nachkommenschaft wird erscheinen, infolge dessen Kommen und Regie kein Verstorbener mehr sein wird, in dessen Gruft der Segen seines (Mahdis) Erscheinens und Wirkens nicht spürbar geworden wäre. Die Verstorbenen werden einander aufsuchen und sich die Frohbotschaft von der Bewegung Imaam i Qaa`ims mitteilen."[4]

In "Kamaal us siaarat"[5] erscheint der Begriff "al farhah" in der Bedeutung von Freude und Frohsinn. Zudem aber veranlasst der Begriff "miyyet" (der Verstorbene) in der diesbezüglichen Riwaayat zu besonderer Aufmerksamkeit, da anzunehmen ist, dass er global gemeint ist. Das heißt, alle Verstorbenen bzw. deren Seelen sind gemeint, nicht nur die einer bestimmten Gruppe.

Wenn wir die genannte Riwaayat mit anderen vergleichen, in denen es heißt: "Die Seelen der Gottlosen bringen - unter den härtesten Bedingungen - in Ketten und Fesselung zu", wird uns der Sinn dieser Riwaayat verständlicher. Denn mit dem Erscheinen des Imaam (a) wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch ihnen Erlösung von der Qual bzw. "Befreiung und Erbarmen“ zuteil. Und zwar entgegen dem üblichen Verhalten der strafenden Engel, die - wenn auch nur für kurze Zeit - zu Ehren der Errichtung der göttlichen Herrschaft auf Erden aufhören, die Seelen der Gottleugner und Heuchler der Pein auszusetzen.


b) Sein „Domizil“

Abu Bassir überliefert folgendes von Imaam Ssaadiqs (a), welcher zu ihm sagte:

"O Abaa Muhammad, ich sehe, wie der Qaa`im aus der Nachkommenschaft Muhammads in der Ssahlah-Moschee eintrifft",

woraufhin ich (Abu Bassir) fragte: Wird er sich denn in der Ssahlah-Moschee niederlassen?

Imaam Ssaadiq (a) bejahte dies und sagte:

"Ja, dort, wo sich auch der Prophet Idriss niederließ. Keinen Propheten gibt es, der nicht in der Ssahlah-Moschee das Gebet verrichtet hätte. Wer sich dort aufhält ist gleich dem, der im Zelt des Propheten zugegen war. Kein gläubiger Mann und keine gläubige Frau werden sein, deren Herzen nicht auf diese Moschee ausgerichtet wären.

Wisse: In jeder Nacht und an jedem Tag suchen die Engel Gottes jene Moschee auf, um in ihr Gott zu preisen und anzubeten.

O Abaa Muhammad, wenn ich auch bei euch bin, habe ich doch jedes Gebet in dieser (Ssahlah-) Moschee verrichtet."

Er fügte hinzu:

"Wenn sich unser Qaa`im erhebt, wird Gott (durch ihn) Vergeltung an den Widersachern Seines Gesandten und unser aller nehmen."[6]

Imaam Ssaadiq (a) sprach über die Ssahlah-Moschee und sagte:

"Sie ist das Haus des "Ssaahib"[7] von uns, in dem er sich mit seinen Angehörigen niederlassen wird."[8]

Imaam Baaqir (a) sprach:

"Mahdi (a) erhebt sich, zieht nach Kufeh und läßt sich dort nieder."[9]

Auch sagte er:

"Wenn sich unser Qaa`im erhebt und nach Kufeh zieht, wird kein Gläubiger sein, der nicht dorthin ziehen und sich nicht dort, in der Nähe Mahdis (a), niederlassen wollte."[10]

Amir al mu`minaan Ali (a) sagte diesbezüglich:

"Es wird eine Zeit anbrechen, da dieser Ort (Ssahlah-Moschee in Kufeh) Gebetsort Mahdis (a) sein wird."[11]

Abu Bakr Hasrami sagte:

Ich fragte Imaam Baaqir (a) oder Imaam Ssaadiq (a), welcher Ort geheiligter als die „Heilige Moschee“ (in Mekka) oder die „Moschee des Propheten“ (in Medina) sei.

Er antwortete:

"O Abu Bakr, Kufeh ist ein geheiligter Ort. Dort befindet sich die Ssahlah-Moschee, in der alle Propheten das Gebet verrichteten, von wo aus die göttliche Gerechtigkeit offenbar wird und Gottes Qaa`im als auch jene, die sich, ihm folgend, erheben und kommen werden.

Dort ist der Ort der Propheten und deren würdiger Statthalter."[12]

Muhammad ibn Fudhail sagte: Vor dem Auferstehungstag werden sich alle Gläubigen in Kufeh einfinden.[13]

Der Gesandte Gottes sprach:

"Mahdi (a) wird neun oder zehn Jahre regieren, und die Glücklichsten werden - seinetwegen - die Leute von Kufeh sein."[14]

Den zitierten Riwaayaat ist zu entnehmen, dass die Stadt Kufeh der eigentliche Sitz Imaam Mahdis (a) und seiner Herrschaft sein wird.





[1] "yanaabi`ul mawaddah", S. 431; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 524

[2] "ferdouss ul akhbaar", B. 4, S. 496; "ass`aaf ur raaghibin", S. 124; "ihqaaq ul haq", B. 19, S. 663; "asch schi`ah war radsch ah", B. 1, S. 216

[3] Ibn Hammaad, "fitan", S. 99; "al haawi lil fataawi", B. 2, S. 78; "al qawl ul mukhtassar", S. 21; Mutaqqi Hindi, "burhaan", S. 86; Ibn Taawus, "malaahim", S. 70

[4] "kamaal ud din", B. 2, S. 653; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 328; "waafi", B. 2, S. 112

[5] "kaamil us siaaraat", S. 30

[6] "kaafi", B. 3, S. 495; "kaamil us siaaraat", S. 30; "Raawandi, "qissass ul anbiyaa`", , S. 80; "at tahsib", B. 6, S. 31; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 583; "wassaa`il usch schi`ah", B. 3, S. 524; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 317, 376; "mustadrak ul wassaa`il", B. 3, S. 414

[7] Gemeint ist Imaam Mahdi, dem die Regelung der Dinge auf Erden obliegen werden.

[8] "kaafi", B. 3, S. 495; "irschaad", S. 362; "at tahsib", B. 3, S. 252; Tussi, "ghaibah", S. 282; "wassaa`il usch schi`ah", B. 3, S. 532; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 331; "malaa sul akhiaar", B. 5, S. 475

[9] Raawandi, "qissass ul anbiyaa`", S, 80; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 225

[10] "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 385; Tussi, "ghaibah", S. 275 (mit ein wenig Unterschied)

[11] "rawdhat ul waa`isiin", B. 2, S. 337; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 452

[12] "kaamil us siaaraat", S. 30; "mustadrak ul wassaa`il", B. 3, S. 416

[13] Tussi, "ghaibah", S. 273; "bihaar ul anwaar", B. 52, S. 330

[14] "fasl ul kufih", S. 25; "isbaat ul hudaah", B. 3, S. 609; "holiat ul abraar", B. 2, S. 719; "a`yaan usch schi`ah", B. 2, S. 51

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